Von Christa-Maria Schmadel
Die Musikalische Mittagspause in der Philharmonie bot auch diesmal ein besonderes Erlebnis. Der ursprünglich angekündigte Dirigent Lionel Bringuier war kurzfristig erkrankt, sodass Jukka‑Pekka Saraste, ehemaliger Chefdirigent des WDR Sinfonieorchesters, einsprang.
Normalerweise dauert die Probe in der Musikalischen Mittagspause exakt 30 Minuten. Doch Herr Saraste bat darum, die 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven vollständig spielen zu dürfen – ein Werk, das je nach Interpretation bis zu 40 Minuten dauert. Das Publikum reagierte sofort mit begeistertem Applaus.
An diesem Donnerstag gab es keine Probe im üblichen Sinne: Die Sinfonie wurde durchgehend als Konzertstück gespielt. Besonders beeindruckend war, dass Saraste ohne Noten dirigierte. Kein Heft lag auf seinem Pult – er führte das Orchester allein aus dem Gedächtnis und mit großer musikalischer Präsenz.
Die Interpretation dieser wunderbaren Sinfonie entsprach ganz unserem Geschmack. Die Musikerinnen und Musiker folgten Sarastes Dirigat mit beeindruckender Präzision und Hingabe. Der Applaus am Ende war überwältigend – so stark, dass der Dirigent zweimal auf die Bühne zurückkehren musste, um den Dank des Publikums entgegenzunehmen.
Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen ließen wir die Eindrücke dieser außergewöhnlichen Musikalischen Mittagspause noch einmal Revue passieren.
vorbei, freue ich mich
schon auf das nächste!

