Von Heidi Esser
Ende Mai machten sich zehn Kölner Lyceinnen und eine Begleitperson mit der Bahn auf den Weg nach Brüssel, um an den Kulturtagen 2026 teilzunehmen. Schon am ersten Abend wurden wir – zusammen mit rund 270 Gästen aus 17 Nationen – mit einem festlichen Willkommenscocktail begrüßt. Die herzliche Atmosphäre war ein wunderbarer Auftakt für Tage voller Begegnungen, Kultur und internationaler Freundschaft.

Brüssel – Geschichte, Alltag und europäisches Flair
In Brüssel erwartete uns ein abwechslungsreiches Programm. Besonders eindrucksvoll war die Führung durch das Königliche Viertel. Unser Guide zeigte uns die Kathedrale Saint‑Michel et Gudule, den Parc de Bruxelles und die eleganten Plätze rund um den Königspalast. Neben historischen Fakten und Interessantes über die königliche Familie, erfuhren wir viel über das Leben in der Hauptstadt – eine lebendige Mischung aus Tradition, Politik und modernem Stadtleben.
Brügge – Sonnenschein und mittelalterliche Schönheit
Ein Höhepunkt war der Ausflug nach Brügge. Bei strahlendem Sonnenschein spazierten wir durch die malerische Altstadt. Wir sahen den Beginenhof aus dem 13. Jahrhundert, die weißen Häuser der Beginen und den berühmten Belfried. Die Bootsfahrt durch die Grachten zeigte Brügge von seiner romantischsten Seite. Nach einem gemütlichen Mittagessen blieb Zeit für Schokolade, kleine Boutiquen oder einen Spaziergang entlang der Kanäle.
Gent – Kunst, Wasserwege und besondere Eindrücke
Auch Gent begeisterte uns. In der St.-Bavo-Kathedrale bewunderten wir den weltberühmten Genter Altar der Brüder van Eyck. Wir besuchten die Grafenburg und die Ufer von Graslei und Korenlei, die mit ihren alten Gildehäusern ein wunderschönes Bild abgeben. Die Bootsfahrt über die Leie ließ uns die Stadt in aller Ruhe genießen – mit Blick auf Türme, Brücken und historische Fassaden.
Antwerpen – Regen, Sonne und spannende Geschichten
Der Ausflug nach Antwerpen begann mit einem kräftigen Regenschauer, doch dank der gut vorbereiteten Brüsseler Clubschwestern blieben wir trocken. Kurz darauf kam die Sonne zurück. Besonders beeindruckend war die Liebfrauenkathedrale mit den berühmten Rubens‑Gemälden Die Kreuzaufrichtung und Die Kreuzabnahme. Unser Guide erzählte uns auch die Legende vom Riesen Antigoon, die dem Stadtnamen Antwerpen seinen Ursprung gibt – „Hand werfen“. Die Brabo‑Statue vor dem Rathaus erinnert bis heute daran.
Galadinner im Palais d’Egmont – ein glanzvoller Abschluss
Zum Höhepunkt der Kulturtage kamen alle Gäste im Palais d’Egmont zusammen. Das prachtvolle Stadtpalais aus dem 16. Jahrhundert bot einen würdigen Rahmen für einen festlichen Abend. In den hohen Räumen, umgeben von historischen Wandteppichen, entstanden viele herzliche Gespräche und neue internationale Kontakte. Der Abend zeigte einmal mehr, was den Lyceum‑Gedanken ausmacht: Freundschaft, Offenheit und der Austausch über Grenzen hinweg.
















