Von Michaela Lünig
Der Vortrag von Marina Lenz am 28. Januar 2026 über „Hexenverfolgung zwischen Klischee und Geschichtswissenschaft“ zeigte erneut, wie bereichernd die Begegnungen mit unseren Stipendiatinnen sind und wie viel wir von ihnen lernen. Neun Frauen nahmen vor Ort teil, weitere dreizehn waren per Zoom zugeschaltet – darunter auch Mitglieder aus Lyceum Clubs in Groningen und Frankfurt.
Das Thema Hexenverfolgung wurde in einem Hybridformat eindrucksvoll und präzise vermittelt. Marina Lenz erläuterte die historische Entwicklung und die politischen Dimensionen und veranschaulichte die konkreten Folgen anhand eines Gerichtsprozesses einer betroffenen Frau aus dem 17. Jahrhundert in Ostfriesland. Besonders eindrucksvoll waren die Einblicke in die aufwendige Recherchearbeit: Die ausgewerteten handschriftlichen Dokumente sind über 400 Jahre alt und in einer Sprache verfasst, die heute nicht mehr existiert.
Mit großer sprachlicher Souveränität verband Marina Lenz die historischen Ereignisse rund um das Thema Hexen mit aktuellen Entwicklungen auf TikTok und Instagram. Auch die anschließenden Fragen aus dem Publikum beantwortete sie ausführlich und mit spürbarer Fachkenntnis.
